Eine Rasse
mit Geschichte
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Die lebensgroße Statue
von 'Figure',
der später
nach
seinem Besitzer in
'Justin Morgan'
umbenannt
wurde,
wurde
von C.C. Stillman
im Jahre
1921 gestiftet
und steht
vor
der
UVM Farm
in Weybridge,
Vermont |
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Im Jahr 1789
wurde 'Figure', der Stammvater der Morgans geboren. Er war braun, mit schwarzem Behang,
hoher Aufrichtung,
hatte ausdrucksstarke
Augen, eine breite Stirn und einen kurzen, bemuskelten Rücken.
Obwohl er sehr temperamentvoll war, hatte er einen umgänglichen, sanften
Charakter. Diese Merkmale
gab er an alle seine Nach-
kommen weiter, egal, welcher
Stute er zugeführt wurde.
"Figure" gelangte als junges Pferd an den
Komponisten und Lehrer Justin
Morgan. Trotz seines geringen Stockmaßes von 140cm
stellte er die Leistungen von
Kaltblütern in den Schatten, wenn es darum
ging Baumstämme zu bewegen.
Außerdem gelang es ihm gegen Herausforderer in jeder Gangart anzutreten
und sie
zu besiegen. Seine außergewöhnlichen Fähig-
keiten veranlassten den damaligen
Präsidenten
James Monroe "Figure" als Paradepferd ausbilden zu lassen.
Aufgrund seiner Leistungen, die er in Zucht
und Arbeit erbrachte, sprach man
bald nur noch von Morgans Pferd. So erhielt die
Rasse ihren Namen.
Ab 1840 beherrschten die
Morgans die Trab- und Galopprennszene und wurden von der amerikanischen Regierung als Kavallerie-
pferde ausgebildet und gefördert.
Das Morgan Horse wurde in
Amerika in viele Rassen eingekreuzt, z.B. das Quarterhorse, das Saddlebred,
den Tennessee Walker,
um von der Schönheit und
dem Charakter des Morgans zu profitieren.
Eine Zuchtlinie bei den Morgans
war die 'Western Working Linie'. Diese Pferde wurden für die Arbeit
auf den Ranches im
Westen der USA eingesetzt. Aus diesen Linien tauchen immer wieder
Morgans auf,
die mit Quarterhorses gekreuzt wurden.
Auch heute wird das Morgan Horse zur Kreuzung mit Quartern eingesetzt, da die
Morgans bekannt sind
für ihre guten Hufe,
stabilen Gelenke und ein sehr gutes
Fundament besitzen.
Das American Saddlebred wurde
im 19. Jahrhundert von Plantagenbesitzern in Kentucky entwickelt. Sie keuzten
Vollblüter
mit Morgan Horses und dem Narrangaset Pacer.
Der Gründerhengst der Tennessee
Walker 'Allen F-1' geb. 1886, stammte aus der Morganstute ' Maggie Marshall'.
Sie war eine
Enkelin des berühmten 'Black Hawk', der sich in Allens äußerer
Erscheinung
wiederspiegelte. Ihr früherer Besitzer meinte,
sie sei die schönste
und edelste Stute gewesen, die er je
besessen habe.
Da 'Allen F-1' von seinem Vater, einem Rennpasser, die Passveranlagung geerbt
hatte, wurde
aus einer Morganstute und einem
Rennpasser eine neue Rasse
gegründet, das Tennessee Walking Horse.
In den USA
gibt es heute verschiedene Zuchtlinien. Die so genannten Parkhorses verfügen
über eine hohe
Aktion der Vorderbeine
und werden besonders für die Shows
gezüchtet. Diese Linie ist oft sehr temperamentvoll,
denn mit viel Esprit und Pep sollen diese
Pferde in der Showarena brillieren. In
diese Linien wurden Anfang
des 20. Jahrhunderts bis 1948 immer wieder Saddlebreds,
manchmal auch Hackneys
eingekreuzt, um
die hohe Vorhandaktion zu erreichen. Nach 1948 wurde das Einkreuzen von anderen
Rassen in die Morgans
untersagt.
Freunde der alten
ursprünglichen Linien, war das Einkreuzen der Saddlebreds ein Dorn im Auge, sie
wollten gern den klassischen,
kompakten Morgantyp erhalten,
den Foundation Morgan, für den sich auch heute noch engagierte Züchter
begeistern. Ab 1930
dürfen die Foundation Morgans
keine Saddlebbreds in ihrem Pedigree aufweisen und diese Zuchtlinie ist heute
sehr selten, denn
nur etwa 12 % der heute
registrierten Morgans sind 100 % Foundation Morgans.
Die meisten Pferde, die für sportliche Zwecke gezüchtet werden,
weisen in ihrem Stammbaum Abstammungen der Government
Farm auf. Durch ein
Testprogramm wurde sichergestellt, dass nur die besten Vertreter der
Rasse zur
Zucht eingesetzt wurden.
1950 stellte die amerikanische Regierung ihre
Fördergelder ein, und
das Zuchtprogramm wurde von der Universität von
Vermont
und anderen Züchtern weitergeführt.
Das
Lippitt Morgan gehört zu den Morgans, deren Wurzeln bis zu dem
"Urahn" Figure zurückreichen. Diese Blutlinie geht
auf den Züchter
Robert Lippitt Knight zurück. Sie bringt etwas kleinere Pferde hervor, mit
einem
schmaleren und kürzeren
Körperbau.
Ende des 19. Jahrhunderts hat die Familie "Brunk" in Illinois eine hochwertige Zucht aufgebaut. Der Einfluss
ihrer Pferde ist
deutlich innerhalb der Züchtungen auf den Ranches im Westen
der USA festzustellen, die
unter dem Begriff "Western Working
Family"
bekannt sind. Mit der Ausweitung des Viehherden - Imperiums
Ende des 19.
Jahrhunderts entstand im Westen der USA
der Bedarf nach einem zähen, wendigen, sensiblen Ranchpferd, das auf den Ranches, die oftmals Tausende von Acres an
rauem,
weitem und unerschlossenem Land umfassten, eingesetzt werden konnte.
Wer noch etwas mehr in die Geschichte der Morgans einsteigen möchte, kann sich
über die Links unten
noch genauer informieren
oder im Buch über das Morgan Horse schmökern.
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