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Buch: Das Morgan Horse

The Look of SHMH -

BMF O'Ryanna

Canadian Velvet


SHMH Colleen - Neu 2.10.11

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                  Ausbildung meiner Pferde oder die Ziele, die ich für mich und meine
                                            Pferde beim Reiten als wichtig erachte

            "
Die Anmut eines jungen Pferdes ist wie eine Blüte, einmal verwelkt und sie kehrt nie wieder."
                                                                                (Antoine de Pluvinel)



        Beide Morganstuten ritt ich zunächst in der Westernreitweise, denn ich wollte meine Pferde nicht ständig mit dem Schenkel trei-
       ben und gleichzeitig vorne mit dem Gebiss bremsend einwirken. Die lockere Art des Westernreitens gefiel mir besonders im
       Gelände, denn die Pferde liefen ausgeglichen und locker und reagierten auf leichte Hilfen.
       O'Ryanna lief jedoch durch diese Reitweise stark auf der Vorhand und so suchte ich nach einem Weg, der sie lehrte mehr Gewicht
       mit der Hinterhand aufzunehmen und sich selbst besser zu tragen. Schließlich führte mich mein Weg dann 2005 zur klassischen
       Dressur.


      
Sollte es möglich sein, sein Pferd so gut auszubilden, wie es Antoine de Pluvinel (um 1600 n.Chr.) ausdrückte, wenn er sagte:
      
"Das Pferd sei so gut auf den Reiter eingestellt und so gut ausgebildet, dass es freiwillig ganz von selbst geht, sozusagen ein
       Wunder der Natur. Das ist wirkliche Harmonie zwischen Reiter und Pferd."
   

        Im April 2005 lernte ich Sandra Wex kennen, die sich seitdem
        unserer Ausbildung im Sinne der Légèreté angenommen hat.
        Sandra lernte selbst bei Ausbildern wie Dr. Hans Walter Dörr,
        Philippe Karl vom Cadre Noir in Saumur und Juan Rubio Martinez
        (Bereiter an der spanischen Hofreitschule in Jerez) und gibt ihre
        Erkenntnisse nun an uns weiter.

              www.klassische-barocke-reitkunst.de

 

            Rechts reitet Sandra einen ihrer Gidranhengste

                     

    

      

        August 2008 - Werner arbeitet mit O'Ryanna vom Boden
      aus an den verkürzten Tritten. Wichtig ist, dass sie locker
      in der Hand bleibt, die Trabtritte langsam und gesetzt aus-
      führt und lernt auf Touchieren ein Bein anzuheben. Sie hat
 schnell verstanden, um was es bei der Übung geht.


Im Herbst 2006 machte ich auch die Bekanntschaft
von Werner Brunnlechner, der nach den Lehren
Bent Branderups im Sinne der akademischen Reit-
kunst ausbildet. Er hat uns seitdem auch unter seine
Fittiche genommen.
Mit diesen beiden Ausbildern versuche ich dem Ziel
mit meinen Pferden Leichtigkeit, Harmonie und Los-
gelassenheit zu erreichen, näher zu kommen.
Der Grundstein hierfür wird in den Basislektionen
gelegt. Zunächst lernt das Pferd über die Seitengänge
Schulterherein, Konterschulterherein, Travers und
Renvers unter den Schwerpunkt zu treten und mehr
Gewicht mit der Hinterhand aufzunehmen.
Balance, Kraft und Geschmeidigkeit werden geschult.
Der Reiter lernt immer mehr, das Pferd über den Sitz
als über den Zügel zu reiten. 
Durch die gymnastizierende Arbeit werden Bänder
und Sehnen aufgebaut und elastisch gehalten und
somit dient diese Art der Gymnastizierung der Gesund-
heit des Pferdes.

www.werner-brunnlechner.de
 

        Die Pferde werden durchlässiger und bekommen mehr Ausdruck. Dies ist nicht mit Kraftanstrengung zu erreichen, sondern mit
        kontinuierlicher Arbeit gemeinsam mit dem Pferd und nicht gegen das Pferd. Durch Zwang kann keine motivierte Mitarbeit
        beim Pferd erreicht werden. Ich möchte auf keinen Fall, dass das Vertrauen des Pferdes in den Reiter verloren geht und diesen
        wichtigen Grundsatz sehe ich am besten in der klassischen Dressur verwirklicht. Mein Ziel ist es, dass meine Pferde Leichtigkeit
        und Freude ausstrahlen, wenn sie unter dem Reiter gehen.

        Dies ist kein einfacher und vor allem ein langer Weg. Doch wir haben uns jetzt auf den Weg dorthin gemacht, denn wie heißt es so
        schön: Der Weg ist das Ziel. Mal sehen wo wir ankommen.

       Auf unserem Weg hatten Velvet und ich im September 2010, im Februar 2011 und noch mal im September 2011 das Glück, an einem
       Kurs mit Desmond O'Brien teilzunehmen.
       Desmond war viele Jahre an der Wiener Hofreitschule tätig, zunächst als Reiter, später als Sattlermeister und wir sind glücklich,
       dass wir die Gelegenheit bekamen, Desmond als einfühlsamen Reitlehrer kennenzulernen, der jedes Pferd-Reiterpaar dort abholte,
       wo es gerade stand und mit Humor und sehr bildhaften Erklärungen allen ein Stück weiterhalf.
 

     Allen meinen Reitlehrern ein ganz herzliches Dankeschön. Jeder trägt dazu bei, dass ich meinen Zielen beim Reiten nach und nach
       näher komme und die Pferde locker und entspannt gehen und gerne mitarbeiten.

 

       Velvet im Herbst 2010 - Eine wunderbare Stute im Barocktyp mit sehr viel Ausstrahlung

         


    
 

  

            

 

        O'Ryanna im Sommer 2009 -  Ihre Muskulatur hat sich durch die Ausbildung sehr verändert 

             

                        

          O'Ryanna lernt immer besser sich selbst zu tragen und sie ist stets eifrig bei der Sache, sie bemüht sich sehr und hat wesentlich
        mehr Spaß am Reiten als früher. Auch die Traversale gehört inzwischen zu unserem Übungsprogramm. Durch diese Reitweise
        lernt sie nun auch, sich im Galopp besser zu setzen. Lektionen wie Kompliment oder spanischer Schritt werden auch immer wieder
        eingebaut.

        Velvet hat inzwischen auch gelernt die Seitengänge auf leichteste Körperdrehung auszuführen. Sie ist vom Temperament her
        übereifrig und sehr sensibel. Gedanken reichen bei ihr oftmals aus, damit sie eine Lektion ausführt. Zuviel Handeinwirkung nimmt
        sie einem übel und sie beginnt zu nörgeln. Ihr Übungsprogramm muss abwechslungsreich sein, Hilfengebung möglichst nur über
        die Körpersprache und ganz ruhig, dann geht sie im Trab wie ein Uhrwerk. Die Traversstellung fällt ihr relativ leicht und so
        setzt sie sich schon sehr schön in der Schrittpirouette auf die Hinterhand. Durch die konsequente Ausbildung hat unsere
        "Rennsemmel" einen sehr schönen Bergaufgalopp bekommen.

            

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