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Meine
Morganstute
'KLN Ginger Snap' |
Im Herbst 1996 wollte ich mir
meinen Jugendtraum vom ersten eigenen Pferd endlich erfüllen. Ich war auf
der
Suche nach einem Pferd, welches vorwiegend geländetauglich sein sollte,
und ebenfalls für die Westernreitweise
geeignet ist. Meine Erfahrungen mit
meiner Reitbeteiligung, einer sensiblen Vollblutaraberstute, hatten mich von
dieser Reitweise überzeugt. Zunächst gestaltete sich meine Suche etwas
chaotisch, quer durch alle Rassen, die
mir für meine Ansprüche geeignet
schienen. Nach zweimonatiger Suche lernte ich mein erstes Morgan Horse
"KLN
Ginger Snap" kennen. Die Rasse als solche war mir bis zu diesem Zeitpunkt
völlig unbekannt. Nach dem
ersten telefonischen Kontakt mit Ihrer Besitzerin
Eva war ich schon ziemlich neugierig, was mich dort erwartete.
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Ich kann mich
noch gut erinnern, wie mich dieser sanfte
und vertrauenerweckende
Blick faszinierte. Nach kurzer
Bedenkzeit, denn ich wollte eigentlich
wesentlich weniger Geld
ausgeben, machte ich den Kauf perfekt. Nun war ich
stolze
Besitzerin eines Morgan Horses und wusste damals noch nicht,
wie sehr
sich meine Sichtweise in punkto Pferdeumgang
("Horsemanship") in den
nächsten vier Jahren verändern würde.
Dieses Pferd sollte mich lehren, warum
ich nicht mehr in meiner
gewohnten Denkweise mit Pferden umgehen sollte.
Ich habe eine Ausbildung in meiner Jugend genossen, die sich
in keiner
Weise mit pferdegerechter Ausbildung und Haltung
befasste. Die Pferde
mussten funktionieren, und wehe nicht,
dann gab es halt mal ein paar auf den
Arsch.
Meine hochsensible Stute brachte mich schnell an meine
Grenzen.
Ich fing an mich zu belesen. Monty Roberts, Pat Parelli,
Hempfling und wie
sie alle heißen. Schnell begriff ich, was mir
vorher gefehlt hatte. Mit
"Real Horsemanship" ging plötzlich alles
wie von selbst. |
Nach neun Monaten hatte ich genug gelernt und
es kam
der Tag, an dem mir bewusst wurde, heute
hat mich mein Pferd wirklich verstanden und ist
bereit, fortan mit mir zu kooperieren.
Die Umstellung auf das Westernreiten, sie war
vorher klassisch geritten,
klappte immer besser
und wir üben bis heute noch, denn man lernt ja
schließlich nie aus.
Die guten Eigenschaften, wie Zuverlässigkeit,
Trittsicherheit und einen
schier unermüdlichen
Arbeitseifer machen Ginger für mich zu einem
unentbehrlichen Partner. Heute kann ich sagen,
dass diese Rasse, mit all ihren Eigenschaften,
genau das ist, was für mich persönlich das Sinn-
bild eines Traumpferdes darstellt. Ich habe
einen Partner gefunden, auf den ich
mich in
Krisensituationen vollständig verlassen kann
und mit dem ich alles
was mir in der Reiterei
Spaß macht wie Wanderritte über mehrere
Tage,
ausgedehnte Ritte, Trailreiten erleben
darf.
Wenn ein hochsensibles Exemplar wie das
meinige seinen Freund den Menschen
gefunden
hat, dann aber ohne wenn und aber. |

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