Home

Buch: Das Morgan Horse

The Look of SHMH -

BMF O'Ryanna

Canadian Velvet


SHMH Colleen  

Ausbildung meiner Pferde

Geschichte

Horses of Interest -
 

Chronik

Allrounder - Neu 20.12.11

Charakter

Rassestandards           

Infos zum Kauf

Morganfans und ihre Pferde - Neu 28.1.12

Verkaufspferde - Neu 2.2.12

Hengste

Bildergalerie

News - Neu 15.12.11

Links - Neu 21.12.11

Impressum & Kontakt

 

Die Geschichte einer Pferdefrau und ihre Liebe zur Morgan Horse Rasse

 

Ich wurde 1972 in Deutschland geboren und bin mit einem Jahr mit meinen Eltern nach Kanada ausgewandert. Dort haben meine
Eltern eine Farm gegründet, die „Waldow Farms Ltd.“
Pferdegeschichten haben schon sehr früh bei mir angefangen. Während mein Vater die Kühe gemolken hat, habe ich auf unserem
Pferd Tanja gesessen oder auf dem Westernsattel.

 Nach ein paar Jahren im Pony
 Club bekam ich mit neun mein
 erstes Pony.
 Ein so genanntes Senfpferd
 oder wie man auf Englisch sagt
 „Heinz 57“.
 Es waren also alle möglichen
 Rassen drin. „Big Red“ war
 nicht sehr groß, aber er wirkte
 größer.
 Ich habe dann gelernt zu mis-
 ten und zu füttern, und Big Red
 hat mir Geduld beigebracht.
 Zusammen haben wir alles,
 über das man springen konnte,
 gesprungen.
 

  Mit elf bekam ich Banner
  eine Araber / Welsh Cob
  Mischung. Er hatte Ener-
  gie und einen riesigen
  Trab und Sprung.
  Dann wuchs ich auf ein-
  mal in die Höhe und sah
  viel zu groß auf Banner
  aus.

 

Barney, eine Quarter Horse / Vollblut Mischung, kam zu uns als Reitpferd für meine Mutter und sollte für mich das nächste Pferd nach Banner sein. Er war ein begeistertes Vielseitigkeitspferd, aber mein Herz wollte nur Springreiten.

 Als wir Barney verkauften ist
 Gidren (Ace of Spades) zu
 uns gekommen. Er war ein
 Fall für sich. 5 Jahre alt und
 16.2 Hands (168 cm) Stock-
 maß und frisch von der
 Rennbahn. Ich  hatte mit
 diesem Vollblut alle Hände voll
 zu tun! Wir waren oft ver-
 schiedener Meinung, aber
 wir haben beide gelernt, dass
 man manchmal nachgeben
 muss. Mit ihm bin ich erfolg-
 reich bis zu einer Höhe von
 1,50 m gesprungen.

Während einer Verletzung von Gidren haben wir Berberan geholt, damit ich noch ein Pferd zum Reiten hatte. Berberan war ein sehr
schicker Rappe – Westfalen / Araber Mischung mit viel Energie und einem Riesensprungvermögen.

Während meines12. Schuljahres habe ich mich entschieden, dass ich nach meinem High School Abschluss nach Deutschland fliege,
um einen 10 monatigen Sprachkurs zu machen. Schweren Herzens musste ich mich von meinem Gidren trennen.

Mein Jahr in Deutschland war voller Abenteuer und natürlich spielten auch Pferde ein große Rolle. Ich hatte das große Glück, dass
meine Tante und mein Onkel aus Meerbusch (Düsseldorf darf ich nicht schreiben weil meine Kollegin aus Köln kommt) mich auf-
genommen haben. Direkt gegenüber lebte eine Familie mit vielen schönen Pferden und so hatte ich als begeisterte Reiterin genügend
Auswahl. Hannoveraner, Trakener, Camargue Pferde – alles war dabei – und sieben Stück davon! Am Rhein entlang und durch die
herrlichen Wege im Wald, ob Regen oder Sonnenschein, egal, ich war immer unterwegs. Nebenbei habe ich dann an zwei deutschen
Sprachkursen teilgenommen – wofür ich eigentlich nach Deutschland gekommen war.

1991 ging ich nach zehn Monaten Aufenthalt in Deutschland zurück nach Kanada. Ich arbeitete auf der Farm von meinem Vater  –
habe Kühe gemolken, LKW und Traktoren gefahren und gelernt wie man eine Kuh künstlich besamt und Kälber zur Welt bringt.
Nach sechs Monaten kamen die ersten Pferdeentzugserscheinungen und mein Vater hat schnell bei einem Nachbar (7 km Entfernung)
angerufen, ob ich nicht vorbei kommen könnte und die Pferde bürsten darf, bevor ich  aus lauter Langeweile noch seine Werkstatt
aufgeräumt hätte!

Und so kam meine erste Begegnung mit Morgan Horses zustande. Vier wunderschöne Morgan Horses, Merry Chieftain (x Merry
Cavalier) ein stattlicher Fuchswallach, UVM Nimbus (x UVM Watchman) eine Dunkelfuchsstute, UVM Serene (x UVM Flash) eine
dunkelbraune Stute, und Three Roads Christine (xUC Dark Shadow) eine Fuchsstute. Sylvia und Allan Saunders sind der Grund
warum ich Morgan „Brainwashed" bin. Gott sei Dank!

 

 

Hier reite ich 'Merry Chieftain' und 'UVM Nimbus' wird von Sandra Nason geritten   Unterwegs mit 'UVM Serene'
(x UVM Flash), der Mutter meiner Stute 'UVM Symphony'.
           Sylvia mit 'UVM Prism' (x UVM Watchman)

 

Zum 125. Geburtstag (1993) von Kanada habe ich mit Nimbus für die Eröffnungszeremonie der New Brunswick Morgan Horse Show
trainiert. Mit einer kanadischen Fahne in der rechten Hand und den Zügeln in der linken, bin ich diese wunderschöne Stute in einem
Schaubild geritten. Jedes Pferd und sein Reiter haben verschiedene Provinzen und Territorien repräsentiert. Ich kriege jetzt noch
Gänsehaut, wenn ich daran denke. Und dort ist es passiert. Wir standen alle nebeneinander in der Mitte von der Halle und haben „Oh
Canada" gesungen. Alle Pferde aufmerksam, aber ruhig und wie ein perfektes Bild mit „long flowing main and tail“ und aufrechten Hals
in Park Position. In dem Moment habe ich mich in diese Rasse verliebt. Danke Nimbus und Danke Sylvia und Allan!

Für eine Reiterin, die immer in traditionellem englischen Sattel geritten ist, ist es eine große Umstellung zum „Saddle Seat". Meine erste
Erfahrung damit machte ich, als ich mein erstes Morgan, UVM Torrent (x UVM Lash) 1995 gekauft habe. Natürlich muss so eine
Geschichte etwas Besonderes sein. Und das war es natürlich!

Damals war ich für die American Breeders Service als Genetic Management Service Evaluator unterwegs (eine Geschichte für sich).
Ich habe ein Computerprogramm an Milchbauern verkauft, das deren Besamungsprogramm organisiert hat. Nach einem halben Jahr
habe ich wieder Pferdeheimweh bekommen. Diesmal habe ich mich auf die Suche nach meinem eigenen Pferd gemacht. Morgans
habe ich mir nicht angeschaut, da ich gedacht habe, dass die viel zu teuer wären und ich mir das gar nicht leisten könnte. Sylvia hat
irgendwie Wind davon bekommen, dass ich ein Pferd suche, aber kein Morgan! Am nächsten Tag stand Sie bei mir auf der Haustreppe
und hat mir von zwei wunderschönen Morgans erzählt, die sie und Allan während des Winters in Quebec gekauft hatten. Dort würde
auch noch ein Wallach stehen. Am selben Abend bin ich noch mit zu ihr nach Hause gefahren, um ein Video von diesem „letzten
Pferd" anzuschauen. Er ist mit erhobenen Kopf und Schweif aus den Stall gekommen, ist an der Longe im Kreis getrabt und galoppiert
und einmal über eine Pfütze gesprungen und ich habe mich verliebt.

Mit Hilfe von Sylvia und Allan habe ich das Geld für ihn zusammenbekommen. Zwei Tage später sind Sylvia, Sandra Nason (Besitzerin
von einem Lippitt Morgan Hengst), und ich mit dem Pick-up von meinem Vater und einem Anhänger von einem Bekannten losgefahren.
Natürlich ist alles in Kanada ein bisschen weiter weg und der Ort in Quebec war außerhalb von Quebec City (ca. 920 km). Wir sind am
einem Tag hochgefahren, haben noch ein Portemonnaie auf der Toilette einer Raststätte gefunden und anschließend zur Polizei
gebracht, und sind abends  am Ziel angekommen. Am nächsten Morgen haben wir Torrent aus seinem Stall rausgeholt und haben ihm
eine mini Dröhnung „Mir ist alles egal Mittel“ verpasst und haben uns dann auf den Heimweg gemacht. Ca. zwei Stunden waren wir
unterwegs, als wir einen Platten hatten! Mit Pferd im Anhänger standen wir auf dem Seitenstreifen der Autobahn und Sandra und ich
sind solange auf dem Kreuzschlüssel herum gesprungen, bis wir endlich alle Schrauben gelöst hatten! Wie das ausgesehen haben
muss! Ein LKW mit drei Männern hat irgendwann angehalten und die Jungs sind ausgestiegen, haben sich alles kurz von Weitem
angeschaut, und sind dann weitergefahren! Na Prost Mahlzeit! Aber wir haben es trotzdem geschafft – GO GIRLS!  

Zu Hause angekommen waren wir alle ziemlich erschöpft – Torrent auch. Am nächsten Morgen haben wir ihm die anderen Pferde
vorgestellt, wovon er schon zwei kannte und haben sie auf die Wiese raus gelassen. Ich habe dagestanden und habe die schönste
Gänsehaut meines Lebens bekommen. Was für ein Trab! Übrigens – die Besitzerin des Portemonnaies war so froh darüber, dass sie
ihr Geld und Karten zurückbekommen hat, dass wir ein Paket mit Süßigkeiten und noch einen netten Brief von ihr bekamen.

 

    Mein erstes eigenes Morgan Horse 'UVM Torrent' (vorne).
    Wir werden von Sylvias Nichte mit 'UVM Tyler' begleitet.

 

             'Torrent' mit Allan im Schnee unterwegs



UVM Torrent (UVM Lash x UVM Happy) - neunjährig mit mir auf einem Turnier in New Hampshire in 'Ladies Classic English Pleasure'

Im ersten halben Jahr habe ich Torrent, mit Hilfe von Allan
eingefahren und danach eingeritten. Im nächsten Jahr sind wir
auf dem ersten Morgan Turnier gewesen und haben ihn mit viel
Erfolg in Hunter Pleasure vorgestellt. Fast jeder ist zu mir gekom-
men und hat gesagt, dass ich mit ihm unbedingt Saddle Seat machen
solle. Wie gesagt so getan. Im darauf folgenden Jahr, haben wir mit
selbst gekaufter Trense und geliehenem Sattel unsere erste Saddle
Seat Versuche gemacht. Sandra Nason war immer an meiner Seite
und hat mich dabei sehr unterstützt. „Wenn irgendwas passiert“ sagte
Sie, „halte dich an dem Sattel gut fest“! Guter Tipp! Ich habe schnell
gemerkt, dass das Torrents Ding war und dass es ihm unheimlich viel
Spaß machte. Wir haben uns Hilfe von einem Profi geholt und haben
uns gut weiterentwickelt (oder vielmehr  ich  – er hatte das Blut dafür
in seinen Adern schon drin!)
Was für ein unbeschreibliches Gefühl ist es auf einem Pferd zu sitzen,
welches das nicht nur gut kann sondern auch noch viel Spaß daran hat.
Kann ich nur empfehlen!

Meine Trainerin hat immer gestaunt. Bei den Prüfungen habe ich immer die Geselligkeit der anderen Morgan Besitzer geschätzt.
Vorher habe ich Torrent ein bisschen warm gejoggt und dann haben wir uns zu den anderen hingestellt. Meine Trainerin meinte,
dass wir ihn wecken und aufmuntern müssten. Doch beim zweiten Mal hat sie gemerkt, dass ich, wenn unsere Prüfung losging,
nur die Zügel aufnehmen und "Psst Psst" sagen musste, und er war schon startbereit. Er liebte es in die Halle reinzutraben und
von den Zuschauern angefeuert zu werden.  Je mehr geklatscht und auf den Boden gestampft wurde, desto mehr hat Torrent sei-
nen beeindruckenden Trab gezeigt.

  Allan und Sylvia weckten auch noch den Wunsch nach einem Fohlen
in mir und so habe ich mich auf die Suche nach einer Stute gemacht.
Nach ein paar Fehlversuchen haben mir Allan und Sylvia eine junge 2
jährige Stute aus ihrer eigenen Zucht angeboten – Maple Meadow
Symphony (Taproot Night Hawk [x Deerrun Command] x UVM Serene
[x UVM Flash]). Mit Allan and Sylvias Hilfe habe ich meine Liebe zum
Fahren entwickelt. Die erst 2 jährige Symphony hat das Fahren schnell
und fleißig gelernt, auch das Einreiten mit 3 ½ Jahren war innerhalb
weniger Wochen erledigt. Und so ging’s immer weiter. Ich selbst habe
keine eigenen Pferde mehr gekauft, aber habe viele weitere eingefahren
und eingeritten. Zu meinem Erstaunen sind alle Morgans so lernwillig!
 

 



Maple Meadow Symphony (Taproot Night Hawk x UVM Serene) wird hier 4 jährig in der Disziplin 'English Pleasure Driving' vorgestellt


Noch einmal Maple Meadow Symphony in der Disziplin 'Hunt Seat'


 

 

Unterwegs mit unseren Morgans in Kanada: von links  Prism,  Torrent, Symphony und Tyler
Eröffnungszeremonie bei der 'Nova Scotia Morgan Horse Show'.
Von links Maple Meadow Unforgetable (Patrick Cunningham), Corinna Kelsey (Don Porter) und UVM Torrent mit mir.

 

 



      Dorneywood Starspangled mit PJB Hello Dolly   

 

 

 

 

 

  Dolly 2 Wochen alt

                         

Die Mutter, Dorneywood Starspangled ist aus der Neymour Züchtung.  Natürlich war sie nicht in Deutschland, sondern in
England. Schnell wurden zwei Flugtickets gekauft und Jens (mein Mann) und ich sind nach England geflogen. Peter Berry
hat uns vom Flughafen abgeholt und uns 3 Tage lang durch die Gegend chauffiert. Dolly war damals 1 ½ Jahre alt und sehr
selbstbewusst und klug genug gewesen, um zu wissen, dass sie Jens noch überzeugen musste. Sie hat mit ihm geschmust
was das Zeug hält! Good Girl! Und Jens hat sich verliebt. Nach einer kurzen Reise mit Johannsmann Transport stand Dolly
am 19. November 05 bei uns im Stall.


 

 Dollys Vater: Sioux's Boogie Knight

European Champion English Pleasure

Dollys Großvater: 'Born to Boogie

12 - facher Weltchampion

Dollys Großmutter: Neymours Marabelle, Mutter von Starspangled Dollys Großvater: Dorneywood Stars n Stripes, Vater von Starspangled


Dolly ist inzwischen schon ein Jahr bei uns und ist auch ein Schnelllerner und unser Liebling und Familienmitglied. Ich bin
dabei, sie einzufahren und werde sie Ende 2007 einreiten. Mal schauen wie sie sich entwickelt – Hunt Seat oder Saddle Seat
- die Spannung steigt.

 

 



Dolly im Juni 2006 - Sie hat schon fleißig die Parkstellung gelernt

 

                                                                                                        zurück