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Impressum & Kontakt
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Die
Geschichte einer Pferdefrau und ihre Liebe zur Morgan Horse Rasse
Ich wurde 1972 in
Deutschland geboren und bin mit einem Jahr mit meinen Eltern nach Kanada
ausgewandert. Dort haben meine
Eltern eine Farm gegründet, die „Waldow Farms
Ltd.“
Pferdegeschichten
haben schon sehr früh bei mir angefangen. Während mein Vater die Kühe gemolken
hat, habe ich auf unserem
Pferd Tanja gesessen oder auf dem Westernsattel.
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Nach ein paar
Jahren im Pony
Club bekam ich mit neun mein
erstes Pony.
Ein so genanntes Senfpferd
oder wie man auf Englisch sagt
„Heinz 57“.
Es waren also alle möglichen
Rassen drin. „Big Red“ war
nicht sehr groß, aber er wirkte
größer.
Ich habe dann gelernt zu mis-
ten und zu füttern, und Big Red
hat mir Geduld beigebracht.
Zusammen haben wir alles,
über das man springen konnte,
gesprungen. |
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Mit elf bekam
ich Banner
eine Araber / Welsh Cob
Mischung. Er hatte Ener-
gie und einen riesigen
Trab und Sprung.
Dann wuchs ich auf ein-
mal in die Höhe und sah
viel zu groß auf Banner
aus. |
| Barney, eine Quarter Horse
/ Vollblut Mischung, kam zu uns als Reitpferd für meine Mutter und sollte
für mich das nächste Pferd nach Banner sein. Er war ein begeistertes
Vielseitigkeitspferd, aber mein Herz wollte nur Springreiten. |
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Als wir Barney verkauften ist
Gidren (Ace of Spades) zu
uns
gekommen. Er war ein
Fall für sich. 5 Jahre alt und
16.2 Hands (168 cm) Stock-
maß
und frisch von der
Rennbahn. Ich hatte mit
diesem Vollblut alle Hände
voll
zu tun! Wir waren oft ver-
schiedener Meinung, aber
wir haben beide
gelernt, dass
man manchmal nachgeben
muss. Mit ihm bin ich erfolg-
reich bis
zu einer Höhe von
1,50 m gesprungen. |
Während einer Verletzung von Gidren haben wir Berberan
geholt, damit ich noch ein Pferd zum Reiten hatte. Berberan war ein sehr
schicker
Rappe – Westfalen / Araber Mischung mit viel Energie und einem Riesensprungvermögen.
Während meines12. Schuljahres
habe ich mich entschieden, dass ich nach meinem High School Abschluss nach
Deutschland fliege,
um einen 10 monatigen Sprachkurs zu machen. Schweren Herzens
musste ich mich von meinem Gidren trennen.
Mein Jahr in Deutschland
war voller Abenteuer und natürlich spielten auch Pferde ein große Rolle. Ich
hatte das große Glück, dass
meine Tante und mein Onkel aus Meerbusch (Düsseldorf
darf ich nicht schreiben weil meine Kollegin aus Köln kommt) mich auf-
genommen haben. Direkt gegenüber lebte eine Familie mit vielen schönen
Pferden und so hatte ich als begeisterte Reiterin genügend
Auswahl. Hannoveraner, Trakener,
Camargue Pferde – alles war dabei – und sieben Stück davon! Am Rhein entlang und
durch die
herrlichen Wege im Wald, ob Regen oder Sonnenschein, egal, ich war
immer unterwegs. Nebenbei habe ich dann an zwei deutschen
Sprachkursen
teilgenommen – wofür ich eigentlich nach Deutschland gekommen war.
1991 ging ich nach zehn Monaten
Aufenthalt in Deutschland zurück nach Kanada. Ich arbeitete auf der Farm von meinem Vater –
habe Kühe gemolken, LKW und Traktoren gefahren und gelernt wie man eine
Kuh künstlich besamt und Kälber zur Welt bringt.
Nach sechs Monaten kamen die ersten
Pferdeentzugserscheinungen und mein Vater hat schnell bei einem Nachbar (7 km
Entfernung)
angerufen, ob ich nicht vorbei kommen könnte und die Pferde bürsten
darf, bevor ich aus lauter Langeweile noch seine Werkstatt
aufgeräumt hätte!
Und so kam meine erste
Begegnung mit Morgan Horses zustande.
Vier wunderschöne Morgan Horses, Merry Chieftain (x Merry
Cavalier) ein
stattlicher Fuchswallach, UVM Nimbus (x UVM Watchman) eine Dunkelfuchsstute, UVM
Serene (x UVM Flash) eine
dunkelbraune Stute, und Three Roads Christine (xUC
Dark Shadow) eine Fuchsstute. Sylvia und Allan Saunders sind der Grund
warum ich
Morgan „Brainwashed" bin. Gott sei Dank!
Zum 125. Geburtstag (1993) von Kanada habe ich mit Nimbus
für die Eröffnungszeremonie der New Brunswick Morgan Horse Show
trainiert. Mit
einer kanadischen Fahne in der rechten Hand und den Zügeln in der linken, bin
ich diese wunderschöne Stute in einem
Schaubild geritten. Jedes Pferd und sein
Reiter haben verschiedene Provinzen und Territorien repräsentiert. Ich kriege
jetzt noch
Gänsehaut, wenn ich daran denke. Und dort ist es passiert. Wir standen
alle nebeneinander in der Mitte von der Halle und haben „Oh
Canada" gesungen.
Alle Pferde aufmerksam, aber ruhig und wie ein perfektes Bild mit „long flowing
main and tail“ und aufrechten Hals
in Park Position. In dem Moment habe ich mich
in diese Rasse verliebt. Danke Nimbus und Danke Sylvia und Allan!
Für eine Reiterin, die immer in traditionellem englischen
Sattel geritten ist, ist es eine große Umstellung zum „Saddle Seat". Meine erste
Erfahrung damit machte ich, als ich mein erstes Morgan, UVM Torrent (x UVM Lash) 1995 gekauft
habe. Natürlich muss so eine
Geschichte etwas Besonderes sein. Und das war es
natürlich!
Damals war ich für die American Breeders Service als
Genetic Management Service Evaluator unterwegs (eine Geschichte für sich).
Ich
habe ein Computerprogramm an Milchbauern verkauft, das deren Besamungsprogramm
organisiert hat. Nach einem halben Jahr
habe ich wieder Pferdeheimweh bekommen.
Diesmal habe ich mich auf die Suche nach meinem eigenen Pferd gemacht.
Morgans
habe ich mir nicht angeschaut, da ich gedacht habe, dass die viel zu
teuer wären und ich mir das gar nicht leisten könnte. Sylvia hat
irgendwie Wind
davon bekommen, dass ich ein Pferd suche, aber kein Morgan! Am nächsten Tag stand
Sie bei mir auf der Haustreppe
und hat mir von zwei wunderschönen Morgans
erzählt, die sie und Allan während des Winters in Quebec gekauft hatten. Dort
würde
auch noch ein Wallach stehen. Am selben Abend bin ich noch mit zu ihr nach
Hause gefahren, um ein Video von diesem „letzten
Pferd" anzuschauen. Er ist mit
erhobenen Kopf und Schweif aus den Stall gekommen, ist an der Longe im Kreis
getrabt und galoppiert
und einmal über eine Pfütze gesprungen und ich habe mich
verliebt.
Mit Hilfe von Sylvia und Allan habe ich das Geld für ihn
zusammenbekommen. Zwei Tage später sind Sylvia, Sandra Nason (Besitzerin
von
einem Lippitt Morgan Hengst), und ich mit dem Pick-up von meinem Vater und einem
Anhänger von einem Bekannten losgefahren.
Natürlich ist alles in Kanada ein
bisschen weiter weg und der Ort in Quebec war außerhalb von Quebec City (ca. 920
km). Wir sind am
einem Tag hochgefahren, haben noch ein Portemonnaie auf der
Toilette einer Raststätte gefunden und anschließend zur Polizei
gebracht, und
sind abends am Ziel angekommen. Am nächsten Morgen haben wir Torrent aus seinem
Stall rausgeholt und haben ihm
eine mini Dröhnung „Mir ist alles egal Mittel“
verpasst und haben uns dann auf den Heimweg gemacht. Ca. zwei Stunden waren wir
unterwegs, als wir einen Platten hatten! Mit Pferd im Anhänger standen wir
auf dem Seitenstreifen der Autobahn und Sandra und ich
sind solange auf dem
Kreuzschlüssel herum gesprungen, bis wir endlich alle Schrauben gelöst hatten! Wie
das ausgesehen haben
muss! Ein LKW mit drei Männern hat irgendwann angehalten
und die Jungs sind ausgestiegen, haben sich alles kurz von Weitem
angeschaut,
und sind dann weitergefahren! Na Prost Mahlzeit! Aber wir haben es trotzdem
geschafft – GO GIRLS!
Zu Hause angekommen waren wir alle ziemlich erschöpft –
Torrent auch. Am nächsten Morgen haben wir ihm die anderen Pferde
vorgestellt,
wovon er schon zwei kannte und haben sie auf die Wiese raus gelassen. Ich habe
dagestanden und habe die schönste
Gänsehaut meines Lebens bekommen. Was für ein
Trab! Übrigens – die Besitzerin des Portemonnaies war so froh darüber, dass sie
ihr Geld und Karten zurückbekommen hat, dass wir ein Paket mit Süßigkeiten und
noch einen netten Brief von ihr bekamen.
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Mein erstes eigenes
Morgan Horse 'UVM Torrent' (vorne).
Wir werden von Sylvias Nichte mit 'UVM Tyler'
begleitet. |
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'Torrent'
mit Allan im Schnee unterwegs |
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UVM Torrent (UVM Lash x UVM Happy) -
neunjährig mit mir auf einem Turnier in New Hampshire in 'Ladies Classic English
Pleasure' |
Im ersten halben Jahr habe ich Torrent, mit Hilfe von
Allan
eingefahren und danach eingeritten. Im nächsten Jahr sind wir
auf dem
ersten Morgan Turnier gewesen und haben ihn mit viel
Erfolg in Hunter Pleasure
vorgestellt. Fast jeder ist zu mir gekom-
men und hat gesagt, dass ich mit ihm
unbedingt Saddle Seat machen
solle. Wie gesagt so getan. Im darauf
folgenden Jahr, haben wir mit
selbst gekaufter Trense und geliehenem Sattel unsere erste Saddle
Seat Versuche gemacht. Sandra Nason war immer an meiner
Seite
und hat mich dabei sehr unterstützt. „Wenn irgendwas passiert“ sagte
Sie,
„halte dich an dem Sattel gut fest“! Guter Tipp! Ich habe schnell
gemerkt, dass
das Torrents Ding war und dass es ihm unheimlich viel
Spaß machte. Wir haben uns
Hilfe von einem Profi geholt und haben
uns gut weiterentwickelt (oder vielmehr ich – er hatte das Blut
dafür
in seinen Adern schon drin!)
Was für ein
unbeschreibliches Gefühl ist es auf einem Pferd zu sitzen,
welches das nicht nur
gut kann sondern auch noch viel Spaß daran hat.
Kann ich nur empfehlen! |
Meine
Trainerin hat immer gestaunt. Bei den Prüfungen habe ich immer die Geselligkeit
der anderen Morgan Besitzer geschätzt.
Vorher habe ich Torrent ein bisschen warm
gejoggt und dann haben wir uns zu den anderen hingestellt. Meine Trainerin
meinte,
dass wir ihn wecken und aufmuntern müssten. Doch beim zweiten Mal hat sie gemerkt, dass
ich, wenn
unsere Prüfung losging,
nur die Zügel aufnehmen und "Psst Psst" sagen
musste, und er war schon startbereit. Er liebte es in die Halle reinzutraben und
von den Zuschauern angefeuert zu werden. Je mehr geklatscht und auf den Boden
gestampft wurde, desto mehr hat Torrent sei-
nen beeindruckenden Trab gezeigt.
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Allan und Sylvia
weckten auch noch
den Wunsch nach einem Fohlen
in mir und so habe ich mich auf die Suche nach einer Stute gemacht.
Nach ein
paar Fehlversuchen haben mir Allan und Sylvia eine junge 2
jährige Stute aus
ihrer eigenen Zucht angeboten – Maple Meadow
Symphony (Taproot Night Hawk [x
Deerrun Command] x UVM Serene
[x UVM Flash]). Mit Allan and Sylvias Hilfe habe
ich meine Liebe zum
Fahren entwickelt. Die erst 2 jährige Symphony hat das
Fahren schnell
und fleißig gelernt, auch das Einreiten mit 3 ½ Jahren war innerhalb
weniger Wochen erledigt. Und so ging’s immer weiter. Ich selbst habe
keine eigenen Pferde mehr gekauft, aber habe viele weitere eingefahren
und
eingeritten. Zu meinem Erstaunen sind alle Morgans so lernwillig!
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Maple Meadow Symphony (Taproot Night
Hawk x UVM Serene) wird hier 4 jährig in der Disziplin 'English Pleasure
Driving' vorgestellt |

Noch einmal Maple Meadow Symphony in der
Disziplin 'Hunt Seat' |
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Unterwegs mit unseren Morgans in Kanada:
von links Prism, Torrent, Symphony und Tyler |
Eröffnungszeremonie bei
der 'Nova Scotia Morgan Horse Show'.
Von links Maple Meadow Unforgetable (Patrick Cunningham), Corinna Kelsey
(Don Porter) und UVM Torrent mit mir. |

Dorneywood Starspangled mit PJB Hello Dolly
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Dolly 2 Wochen alt |
Die Mutter, Dorneywood Starspangled ist aus der Neymour Züchtung.
Natürlich war sie nicht in Deutschland, sondern in
England. Schnell wurden zwei
Flugtickets gekauft und Jens (mein Mann) und ich sind nach England geflogen.
Peter Berry
hat uns vom Flughafen abgeholt und uns 3 Tage lang durch die Gegend
chauffiert. Dolly war damals 1 ½ Jahre alt und sehr
selbstbewusst und klug genug
gewesen, um zu wissen, dass sie Jens noch überzeugen musste. Sie hat mit ihm
geschmust
was das Zeug hält! Good Girl! Und Jens hat sich verliebt. Nach einer
kurzen Reise mit Johannsmann Transport stand Dolly
am 19. November 05 bei uns im
Stall.
Dolly ist inzwischen schon ein Jahr bei uns und ist auch ein
Schnelllerner und unser Liebling und Familienmitglied. Ich bin
dabei, sie
einzufahren und werde sie Ende 2007 einreiten. Mal schauen wie sie sich
entwickelt – Hunt Seat oder Saddle Seat
- die Spannung steigt.
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Dolly im Juni 2006 - Sie hat schon
fleißig die Parkstellung gelernt |
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