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   Meine Morganstute GHB Blackfeet Lilly
                  
Video über Lilly Februar 2012

Ich habe einen Traum:

In diesem Sommer machen wir unsere fünfzehnte Alpenüberquerung. Anfang Juli wollen wir in Tirol sein. Dort machen
wir Zwischenstation und werden bei Freunden meinen siebzigsten Geburtstag feiern, am gleichen Tag wird Lilly 25.
Und weil alle gedrängelt haben, haben wir für den Geburtstagsabend auch schon eine kleine Zirkusvorführung einstudiert.
Begleitet werden wir wie immer von meiner treuen Belgischen Schäferhündin, die sich schon oft als Beschützerin und
Helferin gezeigt hat. Diesmal nehmen wir uns viel Zeit, wir lassen uns nicht nach Bayern fahren sondern starten gleich im
Rheinland, von zuhause weg. Wir wollen bis ins Tessin. Dort werden wir am Ende unserer Reise noch eine Weile die müden
Knochen in der Sonne wärmen und uns schließlich von einem meiner Söhne mit dem Hänger abholen lassen.
Im letzten Jahr waren wir in Kroatien, bei den Fallenden Seen, wunderschön ist es dort, ein echtes Naturerlebnis, auch in
Massuren und den Karpaten waren wir schon, aber es zieht uns doch immer wieder in die Alpen.


Nun, bis zu dem beschriebenen Sommer haben wir noch ein paar Jährchen Zeit, 22,5  Jahre, um genau zu sein. In der
Zwischenzeit wollen wir ganz viel unterwegs sein, viel gemeinsam erleben, gesund und fitt bleiben.
Und wir üben schon: Wir  machen jede Woche einen langen 2-3 stündigen Spaziergang mit Hündin Aaliyah und wenn es sich
ergibt noch 1-2 kurze Runden  zwischen 20 Minuten und einer Stunde. Lilly ist sehr gerne unterwegs, hat überhaupt keine
Probleme sich von der Herde zu lösen, im Gegenteil, wenn wir uns zurück in vertrautem Terrain befinden, fängt sie  an zu
trödeln, bleibt dauernd stehen und scharrt mit den Hufen und zeigt, dass es  von ihr aus ruhig noch länger gehen könnte.
Sie bleibt auch unterwegs manchmal stehen, weil sie alles, wirklich alles mitbekommt. Sie ist sehr sehr aufmerksam.  
Unbekanntes wird möglichst genau untersucht, mit Nüstern und Hufen. Ich gebe ihr immer ausreichend Gelegenheit, alles
kennen zu lernen. Sie kennt jetzt Jogger, Pilzsammler, jede Menge Hunde, Radfahrer, Busse, Laster, Trecker, Mäh- und
Waldmaschinen, Güterzüge, rodelnde Kinder, Schafe, Kühe, Hühner, Feuerwerk mit Raketen und Böller,….
 








 

      
         Blackfeet Lilly (Karizma's Legacy x Canalty Fisky Jane)
            2 - jährig beim Sonntagsspaziergang

 

Wenn sie  ausnahmsweise einmal vor etwas Angst hat, beispielsweise bei der ersten Begegnung mit Kühen, flüchtet sie ca.
3 Schritte, um sich gleich darauf wieder umzudrehen und den Feind zu untersuchen.

Wenn er dann immer noch unheimlich ist, wechselt sie zu Imponiergehabe, stampft und stößt laut durch die Nüstern, sie
macht dann „den Hengst“, als wollte sie sagen: „Von Dir lasse ich mich nicht einschüchtern, komm Du nur her!“ Ich gebe mir
viel Mühe, dieses Verhalten zu fördern, dränge sie nicht, lasse ihr Zeit und möglichst viel Freiraum, ihren eigenen Umgang
mit „dem Fremden“ zu finden. Bisher klappt es hervorragend.
Sie geht dabei ausschließlich mit Stallhalfter und Strick und reagiert sehr feinfühlig auf Kommandos.

Um das gegenseitige Vertrauen und schlicht den Spaß am gemeinsamen Tun zu fördern, klickere ich sie manchmal (mit der
Pfeife anstelle mit dem Klicker). Da haben wir aber noch nicht so viel gemacht: Target-Training, Ballspielen. Sie lernt
unglaublich schnell (ich muss gestehen: schneller als meine Malinois-Hündin und die ist schon verdammt klug). Ich will auch
nicht zu viel mit ihr machen, denn (das ist auch eine Erfahrung, die ich mit meiner Hündin gesammelt habe), „je mehr man
macht, je mehr sie will“. Ich möchte vermeiden, dass sie irgendwann nur noch bespaßt werden will.
Zur Vorbereitung aufs Anreiten habe sie vor kurzem anlongiert. Auch das hat sie ohne jede Komplikation verstanden, wir
machen es aber immer nur kurz, 2-3 Seitenwechsel jeweils nach 2-3 Runden und Schluss und auch nur 2-3 mal die Woche.
Anreiten steht dann im Spätsommer auf dem Programm.

 

 

Ich habe mir eine Morgan-Stute gekauft, weil ich ein anspruchsvolles, intelligentes und leistungsstarkes Pferd(chen) haben
möchte. Außerdem soll es langlebig und gesund sein und nicht zu groß werden (damit ich im Alter auch noch in den Sattel komme).
Mir geht es um eine intensive Beziehung zum Tier – so wie ich sie auch mit meiner Malinois Hündin habe (die Gedanken lesen kann).
Ich reite seit ich 5 Jahre alt bin, im Gelände mit Impulsreiten in der Bahn mit Anlehnung, also irgendwie ein Mix aus Dressur und
Western. Ich glaube für das Pferd ist es gut, denn ich habe damit schon viele schwierige (oder verrittene) Pferde zu motivierter
Partnerschaft bringen können. Bezogen auf die jeweilige Disziplin ist es aber immer irgendwie falsch.

Außerdem liebe ich Zirkuslektionen – weil die Tiere es lieben. Oberste Priorität ist dabei, ausschließlich über positive Bestärkung
zu arbeiten. Die Lektionen sollten ohne Hilfsmittel auskommen, Zwang lehne ich ab. Bei meinem Hund hat es geklappt, bei Lilly
bisher auch ;-)

Auch wenn wir erst am Anfang einer hoffentlich langen und glücklichen Beziehung stehen, bin ich mir sicher, Lilly ist für mich genau
das richtige Pferd, erst recht, wo wir doch am gleichen Tag Geburtstag haben.

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