Western Working Morgans
Western Working
Morgans gehen nicht auf einen Züchter zurück, sondern wurden von zahlreichen
Ranchern
und Züchtern im
Westen der USA im Zeitraum zwischen 1880 und 1950
entwickelt. Durch die Ausweitung des
Viehherden - Imperiums am Ende
des 19.
Jahrhunderts entstand der Bedarf nach einem zähen, wendigen, sensiblen
Ranchpferd, das Ausdauer mitbrachte und ein
gutes Fundament, denn es galt das
Vieh von Montana nach Texas und von Kansas nach Kalifornien zu treiben. Das Western Working
Morgan entwickelte sich aus einer
Kombination von Old Vermont, Government, Brunk
und Old Midwest Blutlinien.
Diese Pferde zeichneten sich durch stabile Hufe und Beine aus, breite Rücken,
muskulöse Kruppen, einen
schnellen bodennahen Trab
und sie besaßen eine Menge
'Herz' und 'Grips' in Bezug auf den Umgang mit Kühen.
Rancher wie Richard Sellman in Texas, Roland Hill in Kalifornien, Elmer Brown in
Kansas, Ab Cross in Wyoming,
die Jackson Familie
in Montana, die LU-Ranch in
Wyoming und die Brunk Familie in Illinois trugen unter anderem
dazu bei, dieses vielseitig
einsetzbare
Pferd zu züchten.
Bald war der Morgan im Westen als 'Cadillac of Cowhorses' bekannt und
unzählige Morgans gaben ihre Gene
auch an Quarterhorses weiter.
Brunk, Illinois
Eine der berühmtesten Zuchten
im mittleren Westen
wurde 1893 von Joseph C. Brunk begründet. Die Stuten,
mit denen er seine Zucht
begann, waren Daisy
und
Lucy,
die von
Billy Bodette
abstammten, einem der besten
Zuchthengste seiner Zeit.
J.C. Brunk kreuzte in seiner Zucht auch Blutlinien von
Daniel Lambert ein,
dessen Pferde Knieaktion im Trab
zeigten und um die Größe
der Tiere zu
verbessern.
Die bekanntesten Hengste der Brunk Linie waren jedoch
die großartigen
Hengste Jubilee
King
(Penrod x Daisette,
eine Tochter von Daisy) sowie
Flyhawk (Go Hawk x
Florette)
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Von
Daniel Lambert
sagt man, er sei der beste
Zuchthengst
Neuenglands gewesen. Seine Mutter,
Fanny Cook,
war von
altem königlichem Geblüht.
Ihre Vorfahren zeigen Verbindungen zu Darley Arabien,
Godolphin Arabian und Byerley Turk auf. Sein Vater,
Ethan
Allen
50
war als bester Sohn Black Hawks bekannt, Black Hawk
war der beste Sohn von
Sherman
und dieser wiederum der beste
Sohn von Justin Morgan. |
Jubilee King
war ein großrahmiger, kastanienfarbiger
Hengst, mit flachsfarbener Mähne. Er
hatte reichlich
Blut der Daniel Lambert Linie. Innerhalb von 5
Genera-
tionen
wies er 5 Einkreuzungen zu diesem Hengst auf.
Seinen federnden Schritt und raumgreifenden
Trab findet
man in seinen Nachkommen über viele Generationen
hinweg. Er
wurde nur als Arbeitspferd eingesetzt
und
betrat nie einen Showring. Doch J.C. Brunk bezeichnete
ihn als das beste Pferd, das er je gezüchtet
hat.
7 Jahre stand er auch in Texas auf der Farm von Tom
Burnett, wo er im Pedigree vieler Quarterhorses zu finden
ist.
Sein bekanntester Sohn war Jubilee's Courage; dieser
zeugte Criterion, dessen
Blut heute in der Quietude-
Zucht fließt.
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Flyhawk
galt auch als einflussreicher
Hengst in der Morganzucht.
Er war bekannt für seine Zähigkeit und trockenen
Gelenke und er
besaß auch einen flachen, raumgreifenden Trab.
Als zweijähriger wurde er an die LU Sheep-Ranch in Wyoming verkauft.
Schnell
lernte er die Ranch- und Vieharbeit kennen und wurde von vielen
Farmern rundum als Deckhengst eingesetzt, die die Qualität seiner Fohlen
schätzten. 1939 wurde er an die Familie Greenwalt verkauft, die auf einer
Farm der Brunks lebte und machte dort auch Karriere als
Showpferd und
wurde 1940/41 Champion in Illinois.
Während seiner 32 Jahre
war Flyhawk jedoch auch immer ein Familien-
pferd,
den man in den
schneereichen Wintern zum Skijöring
einsetzen
konnte und
zum Erziehen der jungen Hengste. Seine Nachkommen
waren
teilweise legendär.
Mit Senatola, einer Schwester von Jubilee King
brachte er wunderbare
Pferde
hervor, wie die großartigen Zuchtstuten Jubilee
Joy, Warhawk,
Sentana und
viele andere. |
J.C. Brunk züchtete 267
Fohlen zwischen 1894 und 1934. Seine Zucht wurde später durch seine
Familie weitergeführt. Im Westen
der USA gab es jedoch auch noch andere große
Züchter wie z.B.
Richard Sellman (1880 -
1925), Texas
Er züchtete auf
seiner 40.000 acre umfassenden Mountain Vale Ranch 689
Morgans und wurde einer der größten Züchter in der Morgan-
geschichte. Leider
gingen viele Morgans der Zucht verloren, weil die Papiere nicht umgeschrieben
wurden. Interessant ist auch, dass viele
Pferde der Sellmann - Zucht später als
Quarterhorses registriert wurden.
Horseshoe Cattle Co (1922 -
1955), Kalifornien
Roland Hill, der
"Papst unter den Morganzüchtern im Westen" ließ offiziell 530 Fohlen
registrieren. Er kaufte sowohl von Sellman wie von
Brunk Pferde auf und setzte
auch Pferde des Government breeding für seine Zucht ein.
Elmar Brown (1911 - 1939),
Kansas
Auch er war ein
wichtiger Züchter im Westen der USA, dessen Herde zusammen mit der von Sellman
die Grundlage für viele Western
Working Morgans bildete. Einer seiner
bedeutendsten Zuchthengst war Linsley,
der Vater vieler einflussreicher Hengste wurde,
wie z.B. Chocolate, Linspar,
Sparbeau, Sir Linsley, Rosco Morgan und Hawk Jim.
L.U. Sheep and Cattle
Co.(1927 - 1965), Wyoming
Die L.U. Ranch
umfasste mehr als 150.000 acre Land und wurde von David Dickie gegründet. Sein
Bruder Bob, Chef-Pferdezüchter
der Ranch, arbeitete mit Helen Brunk Greenwalt
(einer Tochter von J.C.Brunk) 40 Jahre lang zusammen. Während dieser Jahre
entwi-
ckelten sie ein ausgefeiltes Programm einer Reinzucht, aus der mehr als 550
registrierte Morgans hervorgingen - darunter einige her-
vorragende Exemplare, die
im Bereich der Rancharbeit, wie im Showring eingesetzt werden konnten.
Die L.U. Pferde waren berühmt für ihre erstaunliche Gleichförmigkeit, Qualität
und Vielseitigkeit, ihr zuverlässiges Temperament,
ihre federnden Gangarten,
ihre Ausdauer, ihre Lebhaftigkeit und Umgänglichkeit. Sie waren darüber hinaus
von großer Schönheit,
Eleganz und Leichtfüßigkeit.
Die besten Pferde wurden von
Mrs. Greenwalt ausgewählt, um sie später dann im Showring präsentieren zu
können. Die Greenwalts
waren es auch, die 1940/41 Flyhawk als Showchampion
präsentierten.
Die verwendeten Blutlinien waren eine Kombination aus Brunk und Government.
I thank Christina Koliander
from the American Morgan Horse Magazine for her support to get the right to
print the pictures of former
horses.
I also thank Kathlyn Furr, Archivist of
the National Museum of the Morgan Horse. She allowed me to print the
photographic images if
they are for educational purposes.
I'm not sure, if the copyright of all pictures I've used is with the National Museum of
the Morgan Horse. If there is any copyright
problem please e-mail me and I will
remove the photo(s) concerned. I'm a member of the AMHA and I only want to make
known the
Morgan breed in Germany and it is not my intention to make profit
with my homepage.
e-mail: canadianvelvet@gmx.de
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